Um diesen Text besser zu verstehen wäre es sinnvoll, wenn man vorher den Beitrag „Die Syntaxbasis!“ und „So können wir handeln!“ lesen würde.

Nachdem wir nun die Grundregeln kennen, schauen wir uns doch mal an ein paar Beispielen an wie man sie im Alltag einsetzen könnte.

Der wichtigste Punkt schon mal als erstes. In diesem System ist jeder Mensch selbstständig!
Es gibt keine Vorgesetzten, weil man von niemanden bezahlt wird.
Das bedeutet niemand kann Druck ausüben und jemanden zu etwas zwingen.
Man ist komplett frei in der Gestaltung seines Alltags.
Dadurch übernimmt man auch wieder die komplette Verantwortung für sich selbst und seine Umgebung.

Wie werden Produkte hergestellt?

Sagen wir mal du arbeitest in der Produktion und möchtest das auch weiterhin machen.
Du gehst dann einfach zur Arbeit, egal ob es in deiner Werkstatt zu Hause oder in einem anderen Gebäude ist, wo du vielleicht auch mit anderen Zusammenarbeit.
Du startest deine Zeit. Genauso wie du früher gestempelt hast, wenn du zur Arbeit gekommen bist.
Nur machst du das nicht mehr für den Chef oder Staat damit Sie dich kontrollieren können und auch nicht an einer Stempeluhr, sondern einfach über dein Smartphone.
Du stellst das Produkt her und stempelst wieder ab, wenn du damit fertig bist.
Dann trägst du die Menge ein wie viel du davon hergestellt hast.
Das war auch schon die ganze Bürokratie. Der Rest läuft automatisch ab.

Dieses Produkt hat jetzt den Wert deiner geleisteten Zeit.
Wenn du in einer Stunde ein Teil hergestellt hast, ist das Teil 1 Stunde wert.
Hast du in einer Stunde 60 Teile hergestellt ist automatisch jedes Teil 1 Minute Wert.

Falls ein Kollege auch noch etwas an diesem Teil verarbeiten muss, machte das gleiche wie du.
Er stempelt einfach seine Zeit auf das gleiche Produkt.
Für dieses Beispiel behaupten wir jetzt mal der Arbeitskollege hat 2 Stunden daran gearbeitet und du die erwähnte 1 Stunde.

Wer kontrolliert nun ob man wirklich die gestempelte Zeit geleistet hat?

Niemand kontrolliert es!

Der Kunde entscheidet ob es die 3 Stunden wert ist.
Immerhin musste er selber 3 Stunden arbeiten um sich das Produkt leisten zu können.
Wenn das für ihn in Ordnung ist, dann spielt es keine Rolle wie ihr es hergestellt habt.

Es ist in der jetzigen Welt auch so.
Wenn einer ein Bild malt und der Andere ist bereit 1 Million dafür zu bezahlen, dann ist es eine Sache zwischen diesen Personen.

In unserem neuen Zeitsystem musste der arbeitende die Zeit wenigstens wirklich absitzen.
Im jetzigen Geldystem schreibt man einfach nur eine Zahl hin egal wieviel man gearbeitet hat.

Was ist aber, wenn ihr zu viel Zeit benötigt habt? Euer Kunde sagt jemand anders macht es viel schneller.
Das ist überhaupt kein Problem für euch.

Falls ihr mit Absicht falsch gestempelt habt, dann ist es eine gute Lektion für euch.
Habt ihr ehrlich gearbeitet, dann gibt es ein paar Optionen.

Im Zeitsystem muss man sich bei einigen Sachen etwas umstellen.
Du kannst den Wert eines Produktes nicht beliebig festlegen.
Nur die tatsächlich gestempelte Zeit zählt. Ein höherer Wert geht nicht.

Wenn dein Produkt zu teuer ist kannst du aber vom Wert runtergehen. Du kannst einen Teil deiner Zeit schenken.
Dadurch wird das Produkt günstiger und du bekommst es somit los.

Du bist dir nun mit dem Kunden einig.

Wie funktioniert nun das Bezahlen mit der Zeit, wenn sie laut Regeln nicht übertragbar ist?
Es gibt kein bezahlen. Das System fungiert anders.

Die Zeit, die dein Kollege und du gebucht habt sind in eure persönlichen Zeitlinie zusammen mit dem Produkt gebunden.
Ihr beide seid auch Besitzer dieses Produktes.

Sobald der Kunde das Produkt von euch bekommt Übertrag die ihm auch die Rechte daran.

Bei ihm wird nun die Zeit von seinem Zeit Konto an dieses Produkt gebunden und bei euch ist kein Produkt mehr hinterlegt.
Somit ist diese Zeit freigegeben. Ihr könnt nun mit der freigegebenen Zeit euch wiederum etwas Neues holen.

Man könnte es auch so ausdrücken.
Solange niemand euer Produkt kauft ist die Zeit die ihr dafür gebraucht habt bei euch eingefroren.
Sobald es jemand kauft wird sie bei euch freigegeben und dafür beim Kunden eingefroren.
Sie wird immer von jedem Menschen selbst erschaffen und dann mit Produkten belegt.

Was ist aber, wenn jemand anders wirklich viel schneller etwas herstellen kann als du?
Wie oben erwähnt ist das kein Problem. Jetzt kommen die ganzen Vorteile des Systems.
Ihr seid keine Konkurrenten. Dieses System baut auf Kooperation auf. Du kannst einfach zu den Anderen gehen und dich mit ihm zusammenschließen.
Niemand muss dich bezahlen und ob du deine Stunden mit den effizienteren Methoden verbringst oder nicht. Es spielt keine Rolle.
Niemand verliert. Ihr könnt alle nur gewinnen. Du bekommst auch dort 1 Stunde für 1 Stunde Arbeit und alle anderen auch.
Es ist weltweit gleich.
Womöglich brauchen die anderen sogar Unterstützung und freuen sich wenn jemand mit Erfahrung kommt und das auch noch freiwillig.

Das war eine ganz einfache Erklärung wie der Wert bei Produkten entsteht.
Natürlich gibt es da noch sehr viel mehr Faktoren.
Woher kommen die Maschinen? Wie bekommt man das Material?
Was ist mit dem Transport? Wie sieht es aus, wenn ich weiterverkaufen möchte?

Auf diese ganzen Fragen gibt es auch Antworten. Dann wäre dieser Bericht aber unendlich lang.
Es ist wichtig einmal das Konzept verstanden zu haben, dann kann man sich die meisten Fragen auch selbst beantworten.

Das gerade eben war der Bereich Produkte.

Um es leichter verstehen zu können, haben wir es in einige Bereiche unterteilt.

Es gibt natürlich noch den Bereich Dienstleistungen. Da sind aktuell die meisten Menschen beschäftigt.
Außerdem haben wir noch Großprojekte wie Forschung und Entwicklung, bei denen es keinen direkten Kunden gibt. Das ist natürlich ein wenig komplexer vom Ablauf, so ist es in der aktuellen Welt aber auch.